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Kinderbasteln
Natürlich gibt es auch zum zehnten provinzschrei ein spezielles Programm für die kleinen Kulturfans, denn viele Kinder freuen sich in jedem Jahr auf ihren eigenen Spielplan zum Thüringer Kunst- und Literatursommer. Und natürlich wird es auch wieder Puppentheater und Kinderbastelstraße geben. Diese ist von 15.00 bis 17.30 Uhr im Industriedenkmal aufgebaut. Das Thema lautet: »Natur hautnah erleben«. Die Kindergärtnerinnen vom Freien Kindergarten Suhl kümmern sich um die Kinder und fordern ihre Kreativität mit spannenden und spielerisch vermittelten Handarbeiten heraus – und die Eltern können sich ohne Sorgen bei Christiane Kutik die richtigen Tipps für eine alternative Erziehung holen.
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Kindertheater "Der Wolf und die sieben jungen Geißlein"
Der provinzschrei für die Kleinen – Puppentheater »Der Wolf und die sieben jungen Geißlein«
Wie ist es doch schön, mal allein zu Hause zu sein, nicht ständig das Gemecker der Mutter in den Ohren, keine Ermahnungen … Aber wenn die Nacht ihren schwarzen Mantel ausbreitet, am Himmel der gute Mond von Wolken verdeckt wird, dann erwacht im tiefen finsteren Walde ER – der gierige, schmierige, keimige, schleimige, mistige, listige und ewig hungrige Wolf … Hechelnd vor Gier läuft er zur Hütte der Geißlein, klopft an und denkt sich: »Da werd ich mal die Geißerchen verscheißerchen ... Oh, es riecht gut, oh, es riecht fein — die Geißlein soll’n mein Frühstück sein ...« Keine Angst! Der Märchenerzähler Herr Drösel sorgt für ein gutes Ende, der Bösewicht liegt zu guter Letzt wohlverdient im tiefen Brunnen und die sieben Geißlein tanzen quietschvergnügt darum herum.
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Christiane Kutik "Kreatives Erziehen"
Ihr Motto ist kreativ erziehen: »Wenn ein Kind auf die Welt kommt, überschlagen sich die Gefühle: Da ist Glück und Freude - doch bald schon gibt es Spannungen, Ärger und Not. Das Kind ist eigenwillig. In der Beziehung beginnt es zu kriseln. Die Nerven liegen blank ... Kreativität ist notwendig, wenn wir unsere Kinder wirklich innerlich erreichen wollen: ihre Neugier, ihre Experimentierfreude, ihre Phantasie. Um diese wunderbaren Anlagen zu entfalten, brauchen Kinder Aufmerksamkeit, Zeit und Raum, ein kreatives Umfeld und Vorbilder. Das, was wir Erwachsenen vor den Augen der Kinder tun, ist dabei wirksamer als alle Diskussionen und Erklärungen. Kreatives Erziehen ist nur in den seltensten Fällen Naturbegabung. Doch es ist erlernbar. Dazu gebe ich in meinen Büchern, Vorträgen und Seminaren konkrete, praktische Anregungen.«
Christiane Kutik ist Coach, Trainerin und Buchautorin. Ihr Weg führte sie von der Kunst zur Erziehungskunst. Nach dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München arbeitete sie als diplomierte Innenarchitektin im Bereich Innenraum- und Möbeldesign. Die Ankunft ihrer beiden Kinder auf dieser Welt war der Auslöser, ein neues
Kapitel aufzuschlagen. Nach einer zusätzlichen Ausbildung als Erzieherin arbeitete sie im konkreten Erziehungsalltag mit allen Altersstufen vom Säugling bis zum Jugendlichen. Seit 2003 leitet sie das IPSUMInstitut München mit der Ausbildung »Elternberater / in Frühe Kindheit.« Christiane Kutik hat mehrere Bücher veröffentlicht, publizierte in den
Zeitschriften »Erziehungskunst«, »Weleda-Magazin«, »Eltern Family«, »Eltern« und »a tempo« und trat in verschiedenen TV-Shows auf.
Die Lesung wird präsentiert von der Volkshochschule Suhl.
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Christoph Hein "Landnahme"
Lesung mit Christoph Hein: »Landnahme«
Zum Buch: Christoph Hein erzählt die Lebensgeschichte seiner Hauptfigur Bernhard Haber über fast fünfzig Jahre aus der Sicht und mit den Stimmen von fünf Wegbegleitern. Es ist der Lebenslauf eines Außenseiters in der Provinz, der mit der großen Geschichte scheinbar nichts zu tun hat und doch den Verlauf deutscher Geschichte vom zweiten Weltkrieg bis zur Jahrtausendwende exemplarisch spiegelt.
Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf / Schlesien geboren. Nach Kriegsende zog die Familie nach Bad Düben bei Leipzig, wo er auch aufwuchs. 1967 folgte das Studium an der Universität Leipzig in den Fachbereichen Philosophie und Logik. 1971 schloss er das Studium an der Humboldt Universität Berlin ab. Von 1974 bis 1979 arbeitete Christoph Hein als Hausautor an der Volksbühne Berlin. Seit 1979 ist er freischaffender Autor und war von 1998 bis 2000 erster Präsident des gesamtdeutschen PEN-Clubs. Christoph Hein ist Heinrich-Mann-Preisträger, Lessing-Preisträger, Erich-Fried-Preisträger, hat den Walter-Hasenclever-Literaturpreis und den Eichendorff-Literaturpreis erhalten und ist Träger des Bundesverdienstkreuzes. Sein Roman »Willenbrock« wurde von Andreas Dresen verfilmt und einige seiner lyrischen Werke von Hans-Eckardt Wenzel vertont.
Zitat: »Beim Schreiben versuche ich, Moral völlig raus zuhalten. Moral beschädigt das Bild, man fängt dann auf einmal an, wie ein Pfarrer zu arbeiten oder versucht, etwas zu beschönigen oder in Gut und Böse einzuteilen. Ich versuche eigentlich nur eine genaue Darstellung. Aber hinter der genauen Darstellung, die mitleidslos, klar und fehlerlos sein sollte, ist natürlich doch die Haltung des Autors erkennbar, und ich fürchte, dass ich manchmal auch ein Moralist bin.« (Quelle: mdr.de)
Präsentiert von der Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Thüringen und der Landeszentrale für Politische Bildung
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Dirk Sager "Berlin – Saigon. Eine Reise in die andere Hälfte der Welt – Reportagen und Portraits"
Lesung mit Dirk Sager: »Berlin – Saigon. Eine Reise in die andere Hälfte der Welt
– Reportagen und Portraits«
Zum Buch: Berlin-Saigon: mehr als 15.000 Kilometer mit der Eisenbahn. Die weiteste Reise auf Schienen, die von Deutschlands Hauptstadt aus möglich ist. Dirk Sager begibt sich auf ein Abenteuer, das ihn durch sieben Länder und zwei Kontinente führt, durch grandiose Landschaften und historische Orte, auf die Spuren mittelalterlicher Herrscher und moderner Mythen. Im russischen Smolensk begegnet er den Schatten Hitlers und Stalins, trifft fliegende Händler im Zug und besucht in Saratov, der letzten Stadt in Europa, die Nachfahren der Wolgadeutschen. Im asiatischen Teil der Strecke trifft er die Fischer vom sterbenden Aralsee, folgt der Route Marco Polos auf der alten Seidenstraße nach China und erlebt den Zauber der Wüste Gobi, die Dschingis Khan einst beherrschte. Entlang der chinesischen Mauer reist er nach Hanoi, spürt der Jahrtausende alten Zivilisation Vietnams nach - und entdeckt am Ende das Geheimnis der pulsierenden Metropole Saigon. Eine abenteuerliche Reise, die von der Faszination asiatischer Kultur und Geschichte ebenso zeugt, wie von der märchenhaften Schönheit des Ostens.
Dirk Sager wurde 1940 in Hamburg geboren und zählt zu den renommiertesten deutschen Fernsehjournalisten Von 1962 bis 1968 studierte er Amerikanistik, Politische Wissenschaft und Publizistik an der Freien Universität Berlin. Nach Volontariaten und freien journalistischen Tätigkeiten sowie als Redakteur bei RIAS Berlin, arbeitet Dirk Sager seit 1968 für das ZDF. In den siebziger Jahren war er ZDF-Korrespondent in der DDR, anschließend Korrespondent in den USA und in Russland, wo er bis 2004 das Studio Moskau leitete. Heute ist Sager, der auch lange das Magazin »Kennzeichen D« moderierte, Sonderkorrespondent des ZDF. Er erhielt zahlreiche Preise, zuletzt, im Jahr 2002, den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis. Suhl hat Dirk Sager übrigens aus seiner Korrespondentenzeit in der DDR wie er selbst sagt »in bester Erinnerung«. Wir sind gespannt!
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Club der toten Dichter; Special Guest Katharina Franck (Rainbirds): "Eines Wunders Melodie"
Konzert mit dem „Club der toten Dichter“, Special Guest Katharina Franck (Rainbirds): Rainer Maria Rilke neu vertont »Eines Wunders Melodie«
Nach den beiden viel bejubelten und hoch gelobten CDs und Live-Programmen, »Das Buch der Lieder – Heinrich Heine neu vertont« (2006 / 2007 mit Dirk Zöllner als Gastsänger) und »Zweifach sind die Phantasien – Wilhelm Busch neu vertont« (2008 / 2009 mit Sänger Norbert Leisegang von Keimzeit), folgt nun das dritte Programm vom Club der toten Dichter. Wie kaum ein anderer Dichter vermag Rainer Maria Rilke seine Leser in eine Gefühlswelt zu entführen, die ihnen vertraut und gleichsam neu erscheint. Man fühlt sich zu Hause und doch erweitert sich der eigene Horizont. Seine Worte sind im Leben verhaftet und doch Poesie. Dieses Gefühl steht im Mittelpunkt der Neuvertonungen des Club der toten Dichter. Die Texte werden gesungen, schwingen sich frei und lassen dem Publikum Raum für die eigenen Gefühle. Wenn Katharina Franck Rilkes zauberhafte Lyrik singt, fängt der Text an zu atmen, die Musik trägt ihn und beides verbindet sich zu »Eines Wunders Melodie«. Mit Katharina Franck – als unverwechselbare Stimme und Kopf der Band »Rainbirds« bekannt – nimmt zum ersten mal seit Bestehen vom Club der toten Dichter eine Frau an der Seite von Reinhardt Repke, dem Gründer des CdtD, Platz und teilt sich mit ihm die Gesangs- & Gitarrenparts. Außerdem kehrt mit Schlagzeuger Tim Lorenz, Mitte der 90er ebenfalls bei den Rainbirds und bereits beim Buschprogramm brillierend, einer der bisherigen Mitmusiker zurück. Andreas »Spatz« Sperling, der zweite Sympathieträger von Keimzeit, übernimmt die Tasteninstrumente und mit Markus Runzheimer wurde der passende Bassist gefunden.
Das Konzert findet im Rahmen der Reihe »hör-mal im Denkmal« statt und wird präsentiert von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Rhön-Rennsteig-Sparkasse.
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Knorkator "Stumpen liest immer alles und singt vielleicht"
Mitternachtslesung
Knorkator mit Stumpen und Buzz Dee: Stumpen liest immer alles und singt vielleicht
Die beiden ehemaligen Mitglieder von Deutschlands meister Band der Welt Knorkator und inzwischen auch selbst bekennende Knorkatorfans haben nicht nur die Freude und Liebe aneinander, sondern auch am Benutzen von Literatur und Liedgut Anderer schätzen gelernt und wollen diese nun mit den zahlreich erwarteten Freunden am 11. September diesen Jahres teilen. Nachdem der internationale Erfolg der zwei künstlerischen Barbaren Stumpen und Buzz Dee während ihrer Flitterwochen eher erfolglos ausfiel (Brasilien 2 Gäste, Norwegen 7 Gäste, Argentinien 3 Gäste, Griechenland 1 Gast und Indonesien 0 Gäste), entschied das Management, weitere Gastspiele erneut im deutschsprachigen Raum zu veranstalten. Deshalb beehren uns die »Restknorkatoren« nach 2004 das zweite Mal in Suhl. Wir freuen uns ganz besonders, dass es zum 10. Jubiläum des provinzschrei geklappt hat, die vielbeschäftigten Müggelseetaucher vom Grunde der Berliner Badeanstalten loszureißen und sie zu uns in den bergigen Thüringer Wald zu manövrieren.
Stumpen ist nicht unbedingt und nur eine Zigarre, nein. Stumpen ist in erster Linie Entertainer einer ehemaligen etwas anderen Boygroup namens Knorkator. Stumpen kann aber auch eine Kerze, ein Hut, ein Stück Geweih oder eine Seescheide sein. Stumpen von Knorkator wurde 1964 in Berlin geboren. Seine Eltern gaben ihm den Namen Gero. Mit sechs wurde er bereits an der Musikschule Bezirk Köpenick in Klavier und Geige unterrichtet. Nachdem festgestellt wurde, dass seine Leidenschaft mehr dem Gesang galt, schulte man ihn in Chor-(Musik) und Gehörbildung. Mit 13 Jahren gastierte er als Hirtenknabe an der Deutschen Staatsoper Berlin in Giacomo Puccinis Oper »Tosca«. Nach Stimmbruch, Ausbildung zum Kaufmann und Wehrdienst verbrachte er seine Freizeit hauptsächlich mit Musik. Er gründete und sang in verschiedenen Bands: Die Amateure, Knautschzone, Funkreich und Beulshausen. 1994 gründete er mit Alf Ator die Kapelle Knorkator, welche in ihrer fast 15 jährigen Existenz und mit Unterstützung von Buzz Dee, Tim Buktu und Nick Aragua vielen Freunden Freude bereitet haben, Ende 2008 leider aufgelöst wurde.
Buzz Dee, geboren 1957 in Guben, lebt seit 1960 in Berlin. Sein erstes Instrument spielte er mit neun Jahren – eine Ukulele. Mit 15 Jahren wuchs das Interesse an Rockmusik und er spielte in der Folge Gitarre und Schlagzeug in mehreren Bands, u.a. bei Monokel, Novo, Metropol, Keks, De Buff Dicks und natürlich Knorkator. Heute ist Buzz Dee aus der deutschen Musikszene nicht mehr wegzudenken. Zusammen mit Mario Le Mole hat Buzz Dee 2008 in Eigenproduktion die Scheibe »Wohnzimmer ab 40« veröffentlicht.
















