14.09.2010 - 19:30
Buchhaus Suhl
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Landolf Scherzer aus "Letzte Helden" (Buchpremiere)
Zum Buch: Mit
drei neuen Reportagen beweist Landolf Scherzer, von der Presse als
„Meister der
literarischen Reportage“ gefeiert, erneut sein Gespür für brisante
Themen: Er
reiste in die Region von Tschernobyl, erfuhr in einer »Tafel« für
Bedürftige,
wie rasch man im Kreislauf von Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung
landet, und er spürte zwanzig Jahre nach der Wende einstige »Helden der
Arbeit«
auf. Wer Scherzer kennt kann ahnen, was der renommierte Thüringer Autor
auf
seinen Streifzügen erlebt und aufgeschrieben hat. Es gibt nicht wenige
deutsche
Autoren, die so kompromisslos recherchieren und dokumentieren, wie
Scherzer es
tut. Brillant auch seine Sprache, mit der es ihm immer wieder gelingt,
seine
Leser- und Zuhörerschaft in den Bann zu ziehen.
Landolf Scherzer studierte von 1962 bis 1965 in
Leipzig unter anderem bei der Journalistenlegende Jean Villain. Nach
kritischen
Reportagen, die er für die Illustrierte NBI geschrieben hatte, wurde er
vom
Studium exmatrikuliert. Er ging in die südthüringische Bezirksstadt
Suhl, wo er
eine neue Heimat fand und bis 1975 bei der Tageszeitung „Freies Wort“
als
Redakteur arbeitete. Seitdem ist er als freier Schriftsteller tätig und
erregte
mit seinen Reportagen viel Aufsehen. Sein Werk befasst sich kritisch mit
der
DDR und der sozialen Ungerechtigkeit im neuen vereinten Deutschland. Die
Veröffentlichung seiner Bücher wurde in der DDR zeitweise erschwert.
Bekannteste Werke sind „Fänger und Gefangene“, „Der Erste“, „Der
Zweite“, „Der
Letzte“ und „Der Grenzgänger“. Er ist Preisträger des Kunstpreises des
FDGB für
Literatur und des Heinrich-Heine-Preises zudem war er lange Jahre
Vorsitzender
des Schriftstellerverbandes Thüringen.










